Der Quartalsbericht hat drei Annahmen aus unserem Jahresmodell korrigiert. Die Umsatzwachstumsannahme für die USA wurde von 5,5 % auf 4,0 % gesenkt, da die bisherige Annahme zu stark auf organischer bzw. US-Dollar-Dynamik beruhte, während das tatsächlich in Euro anfallende Wachstum durch den Wechselkurs strukturell gebremst wird. Die Umsatzwachstumsannahme für Europa wurde von 2,8 % auf 2,2 % zurückgenommen, nachdem das Halbjahr mit 1,3 % (organisch bereinigt 1,5 %) unter der bisherigen Erwartung blieb, getrieben durch rückläufiges Wholesale-Geschäft und den Rückgang in Österreich.
Gegenläufig wurde die Margenannahme für Europa nach oben angepasst: die Marge im ersten Jahr steigt von 19,7 % auf 21,5 %, die langfristige Marge von 22,5 % auf 23,5 %, gestützt auf die im Bericht gezeigte durchgängige Margenverbesserung in nahezu allen Landesgesellschaften. Zusätzlich wurde die Nettoverschuldung von 103.952 Mio. EUR auf 110.152 Mio. EUR nachgezogen. Alle übrigen Jahresannahmen, insbesondere für Deutschland und die USA-Marge, gelten unverändert weiter.
Gegenüber unserem FY-2025-Bericht sinkt der faire Modellwert damit von EUR 33,59 auf EUR 32,47 (-3,3 %), auch das negative Szenario verschiebt sich von EUR 18,38 auf EUR 17,26. Der Rückgang ist überwiegend FX-bedingt und nicht Ausdruck einer operativen Verschlechterung im US-Geschäft, das mit 9,4 % USD-Wachstum weiterhin dynamisch bleibt. Der EBIT-Rückgang von 5,2 % im Konzern trotz der Baseline-Annahme eines EBIT-Anstiegs für 2026 ist die auffälligste Einzelabweichung des Quartals; da das bereinigte EBITDA nach Leasing organisch um 7,4 % wuchs, ordnen wir dies vorrangig Sonderfaktoren und Wechselkurseffekten zu, nicht einem operativen Bruch. Ein dauerhafter Ausfall der Europa-Margenverbesserung hätte den fairen Modellwert stärker belastet; die berichteten 21,8 % geben dafür aktuell keinen Anlass.