Im zweiten Quartal 2026 stieg der Cloudumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 % berichtet und um 24 % in konstanten Währungen auf EUR 6,281 Mrd. Die Cloud-ERP-Suite wuchs dabei um 25 % berichtet und um 27 % in konstanten Währungen und war damit das schnellst wachsende Kernsegment. Der Current Cloud Backlog als Vorindikator für künftige Umsatzrealisierung erreichte EUR 22,9 Mrd. und wuchs um 27 % in konstanten Währungen; der Beitrag der im Mai abgeschlossenen Reltio-Akquisition lag unter einem Prozentpunkt, das organische Momentum ist damit weitgehend unberührt.
Die IFRS-Betriebsmarge lag im zweiten Quartal bei 26,8 %, das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahreszeitraum; kumuliert für das erste Halbjahr 2026 verbesserte sie sich allerdings auf 27,7 %, ein Plus von 1,2 Prozentpunkten gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Das ATS-Segment, das 89,3 % des Gewichts trägt, erzielte im ersten Halbjahr einen Non-IFRS-Segmentgewinn von EUR 7,137 Mrd., ein Anstieg von 11 % in konstanten Währungen gegenüber dem Vorjahr. Das kleinere Core-Services-Segment meldete im ersten Halbjahr EUR 187 Mio. Segmentgewinn, ein Rückgang von 25 % gegenüber dem Vorjahr; dieser Rückgang ist strukturell erwartet und spiegelt den fortlaufenden Mixwandel weg vom klassischen Beratungsgeschäft wider.
Der freie Cashflow stieg im Quartal um 27 % gegenüber dem Vorjahr. Die Jahresguidance für den Cloudumsatz (EUR 25,8 bis 26,2 Mrd. in konstanten Währungen, plus 23 bis 25 %) und für Cloud plus Software (EUR 36,3 bis 36,8 Mrd. in konstanten Währungen) wurde vollständig bestätigt. Der Non-IFRS-Betriebsgewinn für 2026 wurde hingegen um rund EUR 100 Mio. auf EUR 11,8 bis 12,2 Mrd. gesenkt, weil die Akquisitionen Dremio (Daten-Lakehouse, abgeschlossen 6. Juli 2026) und Prior Labs (tabellarische Grundlagenmodelle, abgeschlossen 16.
Juli 2026) zusammen einen verwässernden Effekt von über EUR 100 Mio. auf den Non-IFRS-Betriebsgewinn 2026 haben. Das Management signalisierte, dass das Umsatzwachstum in konstanten Währungen 2026 auf ähnlichem Niveau wie 2025 (10,6 %) bleiben und sich 2027 beschleunigen soll. Im März 2026 zahlte SAP zudem USD 480 Mio. (rund EUR 408 Mio.) zur Beilegung des seit 2018 laufenden US-Zivilrechtsstreits mit Teradata; davon wurden EUR 29 Mio. als zusätzlicher Aufwand in Q1 2026 erfasst, nachdem bereits 2025 EUR 387 Mio. zurückgestellt worden waren. Die Europäische Kommission schloss am 9. Juli 2026 ihr Wettbewerbsverfahren zu On-Premise-Wartungspraktiken per Verpflichtungsentscheidung ab, ohne Bußgeld; materielle finanzielle Folgebelastungen sind derzeit nicht bezifferbar, erscheinen aber begrenzt.